Eberkatalog

Erläuterungen zum Katalog

A. Erklärungen zur Identität und Abstammung

Z 7/8:    Zitzenzahl des Tieres zum Zeitpunkt der
    Tätowierung rechts 7 Zitzen/links 8 Zitzen;
    normal ausgebildet im Alter von 3 Wochen
geb. 25.05.95:    Geburtsdatum des Ebers

B. Erläuterungen für verwendete Abkürzungen

E = Edelschwein, L = Landrasse, P = Pietrain
V = Vater, M = Mutter, VM = Vatersmutter, MV = Muttersvater,
VV = Vatersvater, MM = Muttersmutter,
NK = Nachkommenschaftsprüfung des Ebers / der Sau
VG = Vollgeschwisterprüfung
NN = reinerbig stresssicher; überprüft mit MHS-Test
NP = mischerbig stresssicher; überprüft mit MHS-Test
PP = reinerbig stresspositiv; überprüft mit MHS-Test
NN* = reinerbig stresssicher – auf Grund der Abstammung
NP* = mischerbig stresssicher – auf Grund der Abstammung

C. Erklärung der Mast- und Schlachtleistungsergebnisse und der Prüfformel

Vollgeschwister bzw. Vaternachkommen der Mast- und Schlachtleistungsprüfung
    in der österreichischen Prüfanstalt OESPA Streitdorf:
Gruppenhaltung (12 – 13 Tiere) mit Abruf-Futterautomaten ad libitum, Anlieferung der Prüfferkel mit 3 bis 4 Wochen und  6 – 12 kg an Ferkelaufzuchtstation

Mastleistungsprüfung    für Edelschwein und Landrasse    von 30 bis 110 kg Lebendgewicht, mit
                                2 männlichen kastrierten Tieren
für Pietrain    von 30 bis 100 kg Lebendgewicht mit
                    2 weiblichen Prüftieren je Wurf

Schlachtleistungsprüfung: Grobgewebliche Teilstückzerlegung in der prüfanstaltseigenen Schlachtstätte in Streitdorf

Leistungsdaten

GZW-MS: der Gesamtzuchtwert Mast- und Schlachtleistung fasst die 5 wichtigsten Merkmale der Mast- und Schlachtleistungsprüfung (tägliche Zunahme, Futterverwertung, Fleischanteil, Fleischbeschaffenheitszahl, intramuskulärerer Fettgehalt) entsprechend der Gewichtung im Zuchtziel zu einer Indexzahl zusammen. Dies ermöglicht eine rasche Gesamtbewertung des Tieres in diesen Merkmalen. Der Gesamtzuchtwert hat einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 20 (d.h. rund 70 % der Tiere liegen zwischen 80 und 120 Indexpunkten, je rund 15 % liegen unter 80 bzw. über 120 Indexpunkten). Ein Jungeber in mit z.B. 120 BLUP-GZW zählt zu den besten 15 % der Population
GZW-F:    der Gesamtzuchtwert Fruchtbarkeit wird durch Blup-Zuchtwertschätzung ermittelt und fasst 2 Merkmale der Fruchtbarkeit (Anzahl lebendgeborener Ferkel pro Wurf, Anzahl aufgezogener Ferkel pro Wurf) entsprechend der Gewichtung im Zuchtziel (30:70) zu einer Indexzahl zusammen, wobei der Mittelwert 100 Indexpunkte und die Standardabweichung 20 Indexpunkte beträgt.
GZW:        Gesamtzuchtwert bei Mutterrassen mit der Gewichtung:  50 % GZW-MS + 50 % GZW-F
NZW    =    BLUP-Naturalzuchtwert; angegeben als absolute Abweichung in Einheiten des jeweiligen Merkmals (z.B. g, %) vom Populationsmittel (als Populationsmittel sind jeweils die Leistungen der 2 u. 3-jährigen österreichischen HB-Eber und –Sauen definiert)

Mast- und Schlachtleistung

2 T    =    Anzahl der geprüften Tiere
975g    =    durchschnittliche tägliche Zunahme während der Prüfperiode in Gramm
2,78    =    Futterverwertung; Futterverbrauch in kg je kg Aufmast
57,1%MFA Magerfleischanteil in Prozent Aus dem Anteil der wertvollen, abgespeckten Teilstücke (Schopf, Karree, Schinken) in Prozenten zur gesamten Schlachthälfte (bisher FLAN in %) wird mit einer Schätzformel, der durch einen Zerlegeversuch ermittelt wurde, der MFA errechnet und ist daher mit dem MFA am Schlachthof vergleichbar.
110,2  =  FBZ (Fleischbeschaffenheitszahl) Die FBZ ist ein Zuchtwert für die innere Fleischqualität und wird aus den Naturalzuchtwerten der Qualitätskriterien: Optowert (Farbhelligkeit); pH1-Wert im Schinken und im Karree (Fleischäuregrad); Drip Verlust in % (ein Maß für das Safthaltevermögen) errechnet. Je höher die Punkte umso besser.
1,20 IMF    1,20% intramuskuläres Fett im Kotelett (im Bereich der letzten Rippe) bezogen auf die Frischsubstanz. Extraktion mit Diäthyläther, seit 2004 mit Nahinfrarotspektroskopie.
96,0    =    Körperlänge in cm vom 1. Halswirbel bis zum Beckenschluß, an der hängenden Schlachthälfte gemessen.
3,81    =    Gewogenes Fett-Fleischverhältnis in kg; Relation von 1 kg Fett zum Fleischanteil aus der grob-geweblichen Teilstückzerlegung.
43,5 cm2 =Karreefläche in cm² an der Spitze der letzten Rippe (musculus longissimus dorsi)

Zuchtleistung

ZL: +0,46(+0,26) Fruchtbarkeits-Naturalzuchtwerte des Ebers (+0,46 lebendgeboren,+0,26 aufgezogene Ferkel/Wurf)
[537 W.]    = Dieser Eber hat bereits 537 Würfe (Reinzucht + F1-Würfe), die im österreichischen Herdebuch verspeichert sind
321 Töchter 1462 W.: 11,6(10,3) ZWZ 164  =
        Von diesem Eber gibt es 321 Töchter die insgesamt 1462 Würfe haben und im Durchschnitt 11,6 lebendgeborene und 10,3 aufgezogene Ferkel je Wurf erbracht haben - bei einem durchschnittlichen Wurfabstand von 164 Tagen.